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Quark
Schiffsbibliothekar


Dabei seit: 14.11.2004
Beiträge: 2.127



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TOS : The Joy Machine (James Gunn, story by Theodore Sturgeon) Zum Anfang der Seite springen

The Joy Machine
James Gunn (basierend auf einer Geschichte von Theodore Sturgeon)
Pocket Books 1996
278 Seiten

Anmerkung:

War auch mal als Classic – Band 95 : „Die Glücks-Maschine“ für Deutschland angekündigt.

Inhalt:
Timshel war einmal der Urlaubsort der Galaxie, voll von Kultur, natürlicher Schönheit und liebenswürdigen, gastfreundlichen Bewohnern. Aber nun hat sich Timshel selbst vom Rest des Universums abgetrennt. Niemandem wird erlaubt den Planeten zu betreten oder zu verlassen. Besorgt hat die Föderation Agenten zur Untersuchung geschickt, aber keiner ist zurückgekehrt.
Captain Kirk und die Crew des Raumschiffs Enterprise sind geschockt, als sie Wahrheit erfahren: die Bewohner von Timshel haben sich einer gefährlichen neuen Technologie hingegeben, die jedem Bürger totales Vergnügen garantiert, eine seelenzerstörende Ekstase die ihre gesamte Zivilisation versklavt hat. Kirk und Spock standen schon vielen Gefahren gegenüber, aber nun stehen sie der verlockensten Bedrohung aller gegenüber : perfekter Fröhlichkeit.
Und der Rest der Föderation fällt vielleicht unter die unwiderstehliche Kontrolle der Glücks-Maschine.

Meine Meinung:
Zunächst einmal : Es war ein wirklicher Kampf für mich das Buch überhaupt zu beenden, ich hätte es nach den ersten paar Seiten fast schon weggelegt. Zwar steigert sich „The Joy Machine danach, aber es immer noch ganz schlechte Trek – Literatur.

Der beginn des ersten Kapitel könnte von einem Vulkanier stammen, und das ist nicht als Kompliment gedacht, denn mir selbst in einer Bedienungsanleitung ist mehr Leben als in diesem extrem langweiligen Seiten. Obwohl sich dass während des Romans ein wenig bessert, ist James Gunns Schreibstil immer noch sehr gefühls- und leblos. Dadurch ist es kaum möglich irgendeine Beziehung zu der Geschichte oder den handelnden Personen aufzubauen. Wenn „The Joy Machine“ ein exemplarisches Beispiel für seinen Schreibstil ist, frage ich mich wirklich, wie Mr. Gunn es geschafft hat all die Geschichten zu verkaufen, die am Ende des Buches aufgezählt werden.

Während des Lesens von “The Joy Machine” hatte ich das Gefühl es wäre von einem Computer geschrieben worden, der darauf programmiert war mehrere bereits bekannte Plotideen zusammenzuwürfeln und daraus eine Geschichte zu bauen, die fast völlig frei ist von allem neuen oder auch nur ansatzweise innovativem. Die Qualität des Romans erhöht sich auch keineswegs davon, das es sich liest als ob es in den Sechzigern geschrieben wurde, nicht in den Neunzigern. Zwar wurde die Grundidee in den 60’ern von Ted Sturgeon als Drehbuchvorschlag für die Serie geschrieben, aber Mr. Gunn hätte schon versuchen könne etwas moderner zu schreiben. Nachdem ich den Roman gelesen habe, kann ich durchaus verstehen warum der Drehbuchentwurf damals zurückgewiesen wurde, aber nicht warum John Ordover (der für diesen Roman zuständige Editor) es für eine gute Idee hielt, diesen als Roman umsetzen. Vielleicht wäre etwas besseres dabei herausgekommen, wenn er einen mit dem Star Trek Universum vertrauteren Autoren beauftragt hätte, aber ich bezweifele, ob selbst die besten Autoren aus der Idee mehr als einen durchschnittlichen Roman hätten machen können.

Einige Teile des Romans wirken ein wenig chauvinistisch. Zum Beispiel bezieht er sich immer wieder auf die Adam & Eva Geschichte. Und zwar so, dass man den Eindruck kriegen könnte es wäre ein bestätigter Fakt und nicht nur eine Geschichte aus einem Buch einer der Religionen. Zum anderen lässt er in einem Kapitel Uhura die Auswirkungen der Joy-Machine erklären. Das tut er in dem er sie verschiedene Feiertage aufzählen lässt, darunter Weihnachten (was man noch gerade so durchgehen lassen kann, da es heutzutage schon nur noch wenig mit Religion zu tun hat) Dazu kommen aber noch Thanksgiving und der 4. Juli, zwei Feiertage die eigentlich nur von den Amerikanern exzessiv gefeiert werden. Da stellt man sich natürlich die Frage warum Uhura, als nicht – Amerikanerin diese beiden Aufzählen sollte. Besonders die Erwähnung des 4. Juli ist unlogisch, denn warum sollte dieses Datum im 23. Jahrhundert überhaupt noch irgendeine Bedeutung haben? Schließlich haben wir zu diesem Zeitpunkt eine vereinte Erde und warum sollte eine vereinte Erde den Nationalfeiertag einer kleinen Bevölkerungsgruppe feiern? Und wenn man alle Nationalfeiertage feiert, sollte Uhura dann nicht den ihres Geburtslandes nennen?

Hinzu kommen auch noch Kleinigkeiten, so wird in dem Roman z.B. eine Spritze benutzt. Die Bewohner der Welt entwickeln einen Supercomputer und gehören seit langem zur Föderation, aber benutzen immer noch Spritzen? Nicht sehr überzeugend.

Insgesamt ein Roman fast ohne positive Aspekte, die Ressourcen die für dieses Buch aufgewendet wurden hätte man genauso gut verbrennen können. Es ist ein bisschen ironisch, dass ein Roman in dem es hauptsächlich um Freude und Emotionen geht so emotionslos geschrieben wurde, denn ich habe selten einen Roman erlebt der mich so wenig gefesselt hat wie „The Joy Machine“ Bücher wie dieses sind für den teilweise schlechten Ruf der Star Trek Bücher verantwortlich.

Lesespaß : 12%

Dateianhang:
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07.12.2004 18:36 Quark ist offline Homepage von Quark Beiträge von Quark suchen
Zwiebeltaaya
Captain


Dabei seit: 08.10.2017
Beiträge: 348
Herkunft: BS



RE: TOS : The Joy Machine (James Gunn, story by Theodore Sturgeon) Zum Anfang der Seite springen

Das Buch ist die reinste Qual. Schlecht recherchiert, out of character und extrem nervig. Ich bin bei etwas über 100 Seiten und überlege seit Seite 8, es abzubrechen. Es ergibt einfach NICHTS Sinn. Und die Definition von Glück ist auch verdammt gruslig. Erst recht, wenn damit einher geht, alles, was sinnstiftende, produktive Arbeit ist, aufzugeben. Als Wissenschaftler arbeiten und dafür Lohn bekommen? Wäre noch verständlich. Aber alle höheren Tätigkeiten abzuschaffen und durch Jobs zu ersetzen, die niemandem auch nur das Geringste nützen? WARUM?

motz

(Edit: Wobei ich den Schreibstil nicht emotionslos finde, sondern vielmehr exzessiv prätentiös. Sachlich-kühle, unaufgeregte Stile, die sich aufs Wesentliche beschränken, habe ich ganz gern. Das ist hier aber nicht der Fall. Den ganzen bisherigen Mist hätte man auf maximal 10 Seiten kürzen können, ohne, dass man dabei was verloren hätte.)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Zwiebeltaaya: 03.07.2020 17:47.

03.07.2020 17:45 Zwiebeltaaya ist offline Homepage von Zwiebeltaaya Beiträge von Zwiebeltaaya suchen
Egeria
Kadett im 1. Jahr


Dabei seit: 28.10.2011
Beiträge: 14



RE: TOS : The Joy Machine (James Gunn, story by Theodore Sturgeon) Zum Anfang der Seite springen

Der Roman ist wirklich ein Graus. Dass Cross Cult die noch bei Heyne vorgesehene Veröffentlichung unter dem Titel Die Glücksmaschine noch nachgeholt hat, ist auch kaum nachvollziehbar.



Admin der deutschen Memory Beta, dem Wiki für das erweiterte Star-Trek-Universum.
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26.07.2020 20:00 Egeria ist offline Beiträge von Egeria suchen
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